Die Gewinner der Grüne Hausnummer 2023

Energieeffizient bauen und sanieren lohnt sich – Dies zeigen die neu prämierten Gebäude und dessen Hauseigentümer: Innen. Auf dieser Seite stellen wir die Gewinner aus dem Jahr 2023 in Kurzform vor.

Erfolgreiche Verleihung der Grünen Hausnummer 2023

In diesem Jahr konnten wir insgesamt 13 Gebäude mit der “Grünen Hausnummer” auszeichnen. Davon gab es 10 Neubauten, eine Sanierung mit Einzelmaßnahmen, 2 Sanierungen zum KfW Effizienzhaus 100 und ein Umbau zu einem KfW Effizienzhaus Denkmal. Jedes Objekt für sich ist ein besonders gutgelungenes Beispiel für eine klimafreundliche und nachhaltige Sanierung bzw. eine nachhaltige Neubauweise.

 

Unsere Gewinner der Grünen Hausnummer 2023:

 

Sanierung mit Einzelmaßnahmen – Rinteln – Familie Handl

Das Zweifamilienhaus wurde 1981 gebaut. Schon damals wurde vom Bauherrn viel Wert auf eine gute Dämmung gelegt. Hierzu wurde im Erdgeschoss die Außenwand mit 24 cm Poroton, 6 cm Dämmung WLG 035 und 11,5 cm Klinker aufgebaut. Ebenso ist der niedrige U-Wert der Fenster in diesem Bereich (0,86) ein klares Zeichen für eine effektive Dämmung. Herr Handl hat 2010 eine Brennwertheizung (Gas) einbauen lassen. Im Jahr 2021 erfolgte eine umfassende Sanierung, die verschiedene Aspekte der Gebäudeeffizienz verbesserte. Dazu gehörten die Dämmung von Dach und oberster Geschossdecke, der Austausch der Fenster sowie die Installation einer PV-Anlage mit Speicher. Besonders hervorzuheben bei diesem Projekt ist der Bau einer rollstuhlgerechten Rampe vom EG nach unten. Dazu wurde noch eine Fußbodenheizung im Erdgeschoss verbaut. Im Obergeschoss befinden sich Radiatoren mit großen Flächen, um den Heizwärmebedarf optimal zu nutzen.

Grüne Hausnummer


 

Neubau KfW-Effizienzhaus 40+ – Bückeburg – Familie Rütten 

Das Einfamilienhaus wurde 2022 fertiggestellt. Familie Rütten hat sich für einen renommierten Fertighausherstellers entschieden, da sie ein individuell geplantes Haus von einem Bauträger mit langjähriger Erfahrung bauen lassen wollten. Die angebotene 10-jährige Garantie und das schlüsselfertige Konzept schafften Vertrauen und vereinfachten den Prozess für die Bauherren. Der Festpreis gaben zusätzlich Planungssicherheit. Der Bau des Hauses wurde zudem mit einem 150m2 Stück Regenwald in Panama in einem »Schutzwald« kompensiert. Herausragend ist zweifellos die bewusst gewählte geringe Wohnfläche von nur etwa 27,5 m² pro Person, die eine intime und dennoch funktionale Atmosphäre schafft. Für nachhaltige Bewässerung sorgt eine 18.000-Liter-Regenwasserzisterne, die den Garten pflegt und die Umwelt schont.

 

 


 

Neubau KfW Effizienzhaus 40 – Obernkirchen – Familie Koch

Das Einfamilienhaus wurde 2021 gebaut. Herr und Frau Koch haben zu Beginn der Planung ihres Einfamilienhauses über ein Wärmedämmverbundsystem für die Fassade nachgedacht. Im Vergleich zu einer Klinkerfassade ist das Verbundsystem günstiger. Das regelmäßige Streichen der Fassade und der hohe Kunststoffanteil waren für sie letztendlich wichtige Faktoren, weshalb sie sich gegen das Verbundsystem entschieden haben. Stattdessen fiel die Wahl auf die nachhaltigere Klinkerfassade.

Diese außergewöhnliche Immobilie verfügt über großzügige Südfenster, die nicht nur den Raum mit Tageslicht fluten, sondern auch im Winter gezielt Sonnenenergie einfangen, um Heizkosten zu minimieren. Für nachhaltige Bewässerung sorgt eine 10.000-Liter-Regenwasserzisterne, die den Garten pflegt und die Umwelt schont.

 

Grüne Hausnummer

 


 

2 Doppelhaushälften als KfW-Effizienzhaus 40 EE –  Stadthagen – Herr und Frau Schomburg 

Herr und Frau Schomburg wollten ein Haus mit geringen Energiekosten bauen, welches aber nicht teurer als ein konventioneller Bau ist. Entstanden ist ein Doppelhaus, als KfW-Effizienzhaus 40 EE zertifiziert, wurde nach dem ClimaBalance-Haus-Konzept geplant und gebaut. Besonders herausragend ist die innovative Kombination aus Sole-Wasser- und Luft-Wasserwärmepumpe, die für effiziente Wärme sorgt und gleichzeitig die Umwelt schont. Die Nutzung von Erdwärme, Betonkernaktivierung, Abluftwärmerückgewinnung und Photovoltaikanlage ermöglicht eine weitgehend autarke Energieversorgung vor Ort.

 

 


 

Sanierung KfW Effizienzhaus 100 – Rinteln – Herr und Frau Gemballa 

Die ehemalige Scheune mit dem Baujahr 1955 wurde 2012/2013 zu einem KfW Effizienzhaus 100 umgebaut. Eine offene Architektur mit möglichst geringem Energieverbrauch war die Vorgabe der Bauherren Gemballa, die konsequent umgesetzt wurde. Wichtig war der Familie, durch eine effiziente Wärmedämmung an Böden, Wänden und dem Dach die Wärmeverluste zu minimieren, dazu keine fossilen Brennstoffe zur Wärmegewinnung zu benötigen und den Zukauf von Strom auf ein Mindestmaß zu beschränken. Dank großer, dreifach verglaster Fenster kann ein behagliches Raumklima und die Nähe zur Natur genossen werden.

Die Fassade wurde mit einer Kombination aus Holzstülpschalung und einer großzügigen 12 cm Mineralwolledämmung versehen, die nicht nur ästhetisch ansprechend ist, sondern auch eine hervorragende Wärmeisolierung bietet. Sogar der Sockel des Hauses wurde sorgfältig gedämmt, um höchste Energieeffizienz zu gewährleisten. Ein Highlight ist der Grundofen mit Wärmewand im Obergeschoss, der das Haus beheizen kann und eine gemütliche Atmosphäre schafft. Die geschickte Verknüpfung mit PV-Anlage und -Batterie reduziert die monatliche Energiebelastung auf unter 50,00 €. Dieses Haus vereint Innovation, Ästhetik und Nachhaltigkeit für modernen Wohnkomfort auf höchstem Niveau.

 

 

 


 

Neubau als KfW-Effizienzhaus 40+ –  Bückeburg – Herr Märtens und Frau Kamani

Herrn Märtens und Frau Kamani haben ihr Einfamilienhaus 2022 in Holzständerbauweise bauen lassen. Es war für sie wichtig eine gute Balance zwischen Effizienz und Finanzierung zu finden. Ein weiterer wichtiger Aspekt für sie war, dass beim Bau in Holzständerbauweise große Teile aus erneuerbaren Rohstoffen stammten im Gegensatz zu Massivhäusern. Dank geschickter Platzierung von Photovoltaik-Panels in Richtung Osten, Süden und Westen und einem effizienten Speichersystem erzielt die 8,8 kWp-Anlage auch in November und Februar über 50% Autarkie. Ein Smart Home System ermöglicht eine optimale Nutzung des selbst erzeugten Stroms, von Haushaltsgeräten bis zur Heizung. Die bewusste Nutzung von Hecken und gezielt gepflanzten Büschen anstelle herkömmlicher Sichtschutzelemente zeigt das Engagement für Nachhaltigkeit und Ästhetik rund um das Gebäude.

 


 

Mehrfamilienhaus als KfW-Effizienzhaus 40 EE –  Obernkirchen  – Unternehmen Immo-Control GmbH 

Das Objekt in Obernkirchen mit insgesamt 5 Wohneinheiten wurde 2022 als KfW-Effizienzhaus 40 EE erstellt. Die Planung und Bauausführung erfolgten gemäß des ClimaBalance-Haus-Prinzips. Die wichtigsten vier Bestandteile in einem ClimaBalance-Haus sind: Erdwärme, Umhüllungstemperierung, Wärmerückgewinnung und Solarenergie. Die Kernkomponenten Erdwärme, Betonkernaktivierung, Wärmerückgewinnung aus der Abluft und die Photovoltaikanlage stellen das Objekt insgesamt so, dass die regenerativen Energien auf dem Grundstück gewonnen und weitestgehend auch
verwendet werden.

 

 


 

Neubau als KfW-Effizienzhaus 40  – Auetal – Familie Dellori

Das Einfamilienhaus der Familie Dellori wurde 2022 gebaut. Herr und Frau Dellori haben sich für ein KfW Effzienzhaus 40 entschieden, weil sie möchten, dass ihre Kinder in einer lebenswerten und nachhaltigen Welt aufwachsen. Das Gebäude besitzt eine 16 kWp PV-Anlage. Die beeindruckende Tagesproduktion von 108 kWh ist ein beeindruckender Beweis für die Effizienz der Anlage. Die Tatsache, dass das Gebäude seit Anfang März bis Mitte Oktober komplett autark ist und im Winter lediglich ca. 25% des Stromverbrauchs zugekauft werden muss, ist beeindruckend.

Die Verwendung von elektrischen Rollos und Raffstores, gesteuert durch einen Sonnensensor, zeigt eine durchdachte Planung, um den Stromverbrauch weiter zu reduzieren. Diese automatisierte Verschattung hilft nicht nur, die Innentemperatur zu regulieren, sondern reduziert auch den Bedarf an künstlicher Beleuchtung

 


Neubau als KfW-Effizienzhaus 40+ – Stadthagen – Familie Schlütsmeier 

Dieser Neubau entstand 2023. Die Entscheidung für ein Fertighaus als KfW Effizienzhaus 40+ war für Familie Schlütsmeier eine klare Vision für nachhaltiges Wohnen. Die herausragende Energieeffizienz, kombiniert mit modernster Technologie, schafft nicht nur ein komfortables Zuhause, sondern setzt auch ein Zeichen für Umweltschutz und Zukunftsfähigkeit. Dieser Fertighaushersteller verwendet für den Bau sogenannte THERMO+ Wände und Decken. Selbst die Fundamentplatte ist damit ausgestattet, so dass ein herausragender Wärmeschutz bei erheblich schlanker Bauweise besteht.


 

Sanierung als KfW-Effizienzhaus 100  – Bad Nenndorf –  Familie Asche

Das Einfamilienhaus von 1964 wurde in den Jahren 2021-2023 zu einem KfW-Effizienzhaus 100 saniert. Für Familie Asche war die Sanierung zu einem Effizienzhaus wichtig, da sie ihre Bestandsimmobilie für die Zukunft bestmöglich energetisch aufstellen wollte. Die Entscheidung, in nachhaltige Baumaterialien zu investieren, unterstreicht das Streben nach einem gesunden Wohnraum und einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. So wurden hier zum Beispiel an den Innenwände Kalk- und Lehmputz verwendet. Der Anbau wurde in Holzständerbauweise gebaut und mit Holzfaserdämmplatten gedämmt. Der Einsatz von ökologisch verträglichen Materialien ist oft mit einem höheren finanziellen Aufwand verbunden. Dass die Bauherren diesen Weg gegangen sind, zeugt von ihrem engagierten Einsatz für nachhaltiges Sanieren.


 

Sanierung als KfW-Effizienzhaus Denkmal  – Nienstädt – Frau Mannigel 

Das denkmalgeschützte Haus wurde in den Jahren 1840/50 erbaut. Bei der Sanierung des Gebäudes wurde von Frau Mannigel sehr viel Wert auf die Verwendung von nachhaltigen Baumaterialien und den Erhalt von bereits verbautem Material gelegt. So wurde zum Beispiel der Sandstein in der Diele nach der Dämmung wieder verwendet. Die Fenster und Türen sind mit Leinölfarben behandelt. Für die Sanierung der Wände und Decken nutzte man Leichtlehm. Für die Restaurierung der Galerie verwendete man alte Fachwerkbalken und bei der Verkleidung der Decken im Innenbereich und im Anbau verarbeitete man Holz und eine Zellulose-Dämmung. Die Fußböden erhielten eine Dämmung mit Glasschaumschotter. Ein selbstentworfener Grundofen dient als zusätzliche Wärmequelle. Er wird mit Holz aus dem eigenen Waldgrundstück befeuert. Eine weitere Besonderheit sind die verbauten Fußleistenkanäle. Diese werden als Wärmequelle für die Lehmwände verwendet. Dadurch erhöht sich noch einmal das Wärmegefühl.


 

Neubau als KfW-Effizienzhaus 40+  – Auetal – Frau Geisler

Das Einfamilienhaus wurde 2022 gebaut. Das entstandene Einfamilienhaus als KfW40 Plus ist eine wahre Erfolgsgeschichte der nachhaltigen Bauweise. Auf dem einstigen Areal einer Pferdewiese entstand eine moderne Wohnstätte, die energetische Effizienz mit smartem Komfort verbindet. Elektrische Rollläden, per SmartHome steuerbar, sowie eine innovative Heizungs- und Lüftungsanlage setzen den Maßstab für zeitgemäßes Wohnen.

Ein besonderes Highlight ist der Holzkamin, der nicht nur für gemütliche Atmosphäre sorgt, sondern auch gezielt für kurzfristige Temperaturanhebungen genutzt wird, um Energie zu sparen. Das verwendete Holz stammt vom Nachbarn, was nicht nur umweltschonend ist, sondern auch kurze Anfahrtswege gewährleistet. Diese bewussten Entscheidungen machen das Haus zu einem Vorzeigeobjekt für nachhaltiges Bauen und Wohnen.

 

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