- 16. Januar 2026
Stadtbäume und Begrünung – natürlicher Klimaschutz und Klimafolgenanpassung
Bäume und Grünflächen in Städten und Gemeinden prägen nicht nur das Bild von Straßen und Plätzen, sie haben auch eine wichtige Bedeutung für das lokale Klima und die Lebensqualität der Bewohner. Eine Herausforderung ist es allerdings oft geeignete Flächen zu finden und Stadtbäume haben es oft nicht leicht mit verdichteten Böden, Nährstoffarmut und Wassermangel klarzukommen.
Auf der Internetseite der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz findet sich die GALK-Strassenbaumliste mit einer Einschätzung zu der Eignung einzelner Baumarten als Straßenbäume. Diese basiert auf einer praxisorientierten Langzeitbeobachtung von Straßenbäumen in unterschiedlichen Städten. Zusammengefasst sind die Ergebnisse auch in der Broschüre Zukunftsbäume für die Stadt, in der 65 Baumarten vorgestellt werden, die sich besonders bewährt haben. Eine gute Übersicht zu klimaresilienten Baumarten findet sich auch in der Datenbank des Hessischem Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (Klimaresiliente Baumarten finden), die über gute Suchfunktionen verfügt.
Die Stadt Stromberg hat in Kooperation mit der Technischen Hochschule Bingen einen „kommunalen Begrünungskompass“ zur fachgerechten und rechtssicheren Umsetzung kommunaler Grünstrukturen entwickelt. Dieser beinhaltet zahlreiche praxisnahe Informationen und Hinweise zur Planung und Umsetzung von Grünflächen auch in kleineren Städten und Gemeinden.
Finanzierung für die Umsetzung gibt es weiterhin im dem Programm Natürlicher Klimaschutz in Kommunen (444) | KfW, das im Jahr 2026 fortgesetzt wird. Leider wurden die Förderhöchstsätze 2026 angepasst: Der Zuschuss beträgt für Anträge, die ab dem 01.01.2026 bei der KfW eingehen, grundsätzlich 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Im Falle finanzschwacher Kommunen beträgt der Zuschuss grundsätzlich 80 Prozent der förderfähigen Kosten.
Weitere Möglichkeiten und Ideen für die Finanzierung von Grünflächen und Bäumen finden sich auch in einer neuen Broschüre des Umweltbundesamtes: Jenseits öffentlicher Gelder: Wie Kommunen naturbasierte Lösungen für die Klimaanpassung finanzieren können
Für Fragen und weitere Informationen können Sie sich auch bei uns direkt melden:
Dr. Elke Mannigel, elke.mannigel@energieagentur-shg.de, 05721-96718-72